Spargel

 

Alle warten auf ihn

Gut versteckt unter der Erde und von außen nicht zu sehen, wächst hier ein echtes Edelgemüse – der Spargel. Er benötigt sandigen Boden, da seine Wurzeln bei zu viel Feuchtigkeit von Pilzen befallen werden. Vor der Pflanzung wird der Boden daher tief gelockert, um Stauschichten zu durchbrechen. Durch das Aufbringen von Mist wird Humus im Boden aufgebaut. Anschließend wird die Spargelpflanze ca. 20 cm unter der Bodenoberfläche eingesetzt.

 

Mit einer speziellen Maschine, der sogenannten Dammfräse, werden dann die Spargeldämme aufgeschüttet und mit Folie abgedeckt. Diese hat eine weiße Seite (reflektiert Sonnenstrahlen) und eine schwarze Seite (absorbiert Sonnenstrahlen), um die Temperaturen im Spargeldamm steuern zu können. Außerdem bleibt der Spargel so schneeweiß und Beikräuter werden unterdrückt. Dadurch kann auf Herbizide (Pflanzenschutzmittel) verzichtet werden. Um noch früher das leckere Gemüse genießen zu können, wird auf manchen Flächen mittels Drahtbögen und einer zweiten, durchsichtigen Folie ein Minigewächshaus erzeugt.

 

Kommt der Spargelkopf aus dem Boden wird die Stange geerntet, auf dem Hof sortiert und frisch an den Kunden verkauft.

 

Nach der Ernte wird die Folie, die bis zu acht Jahre wiederverwendet werden kann, vom Damm genommen und der Spargel wächst weiter – und zwar bis zu 2 Meter hoch. Das Spargelkraut betreibt Fotosynthese und lagert anschließend die Energie für die nächste Ernte in die Wurzel ein. Im Herbst wird es klein gehäckselt und verbleibt als Dünger auf dem Acker. Je nach Qualität liegt die Nutzung einer Spargelanlage bei sieben bis zehn Jahren.

 

Übrigens: Spargel galt bereits 500 v.Chr. in China, Persien und Griechenland als Heilpflanze, da er Giftstoffe aus dem Körper spült!

 

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