Nutzhanf

 

Mehr als nur eine Droge?

Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Dieser stammt ursprünglich aus Zentralasien und wird seit ca. 25 Jahren wieder in Deutschland angebaut. Allerdings nur unter sehr strengen Auflagen. Die Pflanze gehört zu der Familie der Hanfgewächse und hat die Bestandteile: Fasern, Samen, Blüten und Blätter.

 

Die Nutzung dieser Bestandteile ist sehr vielseitig. Unter anderem werden die Stängel zu Hanffasern in Textilien und Dämmmaterial verarbeitet, aus den Samen wird Hanföl hergestellt. Dieses Öl sollte aufgrund des niedrigen Rauchpunktes von 163 °C nicht zum Braten verwendet werden. Es kann jedoch im Salat verwendet werden. Außerdem wird Hanföl in der Kosmetik angewandt. Im Arzneibereich wird Nutzhanf für die Medikamentenherstellung benötigt und dank seiner Antioxidantien wirkt er entzündungshemmend. Die Blätter dienen zur Teeherstellung. Die Blüten bleiben auf dem Acker und bilden Humus.

 

Die Kultur ist eine gute Möglichkeit um die Fruchtfolge aufzulockern und die Artenvielfalt zu fördern. Der Hanf ist durch seine bis zu 140 cm tiefen Wurzeln, sehr trockenheitsresistent und lockert den Boden gut auf. Hanf wird je nach Verwendung von Mitte März bis Anfang Mai gesät und von Anfang bis Ende Oktober geerntet.

 

Hanf ist nachhaltig, denn er speichert 20 t CO2/ha wovon 10 t langfristig durch den Humusaufbau gespeichert werden. Nutzhanf ist eine sehr interessante sowie vielseitige Pflanze und deutlich mehr als nur eine Droge!

 

Übrigens:

Nutzhanf hat einen THC-Gehalt (Tetrahydrocannabinol) von unter 0,2 % und besitzt keine berauschende Wirkung.

 

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