Energiemais

 

Lass die Kohle man stecken!

Mais wird seit 9.000 Jahren landwirtschaftlich angebaut. Bei uns in Deutschland taucht er allerdings erst seit den 1960er Jahren auf. Zunächst wurde Mais rein für die Tierfütterung eingesetzt. Doch durch die angestrebte Energiewende wurde er zum neuen Hoffnungsträger. Denn der sogenannte Energiemais wird in Biogasanlagen zur Energiegewinnung eingesetzt. Er gilt damit als wichtigste Kulturpflanze zur Erzeugung von Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen.

 

Biogasanlagen erzeugen Strom – ganz ohne Erdöl, Erdgas, Kohle oder Atomenergie und fördern die Kreislaufwirtschaft. Mais steigert den Biogasertrag wie keine zweite Futterpflanze und steht damit für eine effiziente Energieerzeugung. Dabei kann die gesamte Pflanze verwendet werden. Durch das Vergären von einem Hektar wird Strom und Wärme für 5 Haushalte gewonnen.

 

Ganz nebenbei bindet ein Hektar Mais den CO2 Ausstoß von ca. 95.000 km Autofahrt und setzt den jährlichen Sauerstoffbedarf für 38 Menschen frei. Und der Mais hat noch ein Ass im Ärmel: Als sogenannte C4-Pflanze kann er bei Trockenheit und Hitze noch wachsen, wenn andere Pflanzen schon aufgeben. Er ist somit sehr wassersparend und gut an den Klimawandel angepasst. Also lassen wir doch besser die Kohle in der Erde stecken und setzen auf Mais, wenn es darum geht, die Bevölkerung nachhaltig und „grün“ mit Strom und Wärme zu versorgen!

 

Übrigens:

Im Vergleich zur Stromproduktion aus Kohlekraft entstehen bei der Energiegewinnung durch Mais bis zu 90 % weniger Treibhausgase!

 

 

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