Färsenmast

 

Steak ohne Weltreise

Färsen sind junge, weibliche Rinder. Diese werden einerseits aufgezogen, um nach einer Kalbung als Milchkuh gehalten zu werden oder sie werden für die Erzeugung von Fleisch gemästet. Aufgrund des ausgeprägten Fleischansatzes eignen sich Fleischrinderrassen wie Fleckvieh, Braunvieh, Blauweiße Belgier und viele andere sehr gut für die Erzeugung von Fleisch mit hoher Qualität.

 

Die Färsenmast ist in allen Regionen Deutschlands anzutreffen. Als Kälber kommen die Tiere auf die Betriebe, wo sie gemeinsam in Gruppen gehalten werden. In den ersten Monaten werden sie mit Milch und Heu versorgt. Wenn die Tiere älter sind, wird die Milch reduziert und durch eine Futtermischung aus Mais-, Grassilage und Kraftfutter ersetzt. Da manche Rinder schneller wachsen als andere, werden sie mit zunehmendem Alter nach Gewicht sortiert und in gleichmäßige Gruppen eingeteilt. So wird jedem Tier die Zeit gegeben, die es braucht um schonend zum Schlachtgewicht heranzuwachsen. Nach ca. 1,5 Jahren und mit einem Gewicht von ca. 500 bis 600 kg werden sie an Schlachter und Verarbeiter verkauft, sofern sie nicht vom Landwirt selbst vermarktet werden.

 

Insbesondere Restaurants schätzen dieses Fleisch, weil es sehr zart, saftig und regional ist und sie ihren Gästen so eine besondere Qualität bieten können. Gutes Rindfleisch muss also nicht unbedingt eine Weltreise gemacht haben, um zu überzeugen.

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