Süßkartoffel

 

Exotisch und doch regional?!

Unglaublich, aber die Süßkartoffel (auch „Batate“ genannt), die eigentlich tropische Bedingungen braucht, wächst und gedeiht inzwischen auch im kühlen Deutschland.

 

Süßkartoffeln werden als kleine, vorgezogene Pflänzchen in Dämme gepflanzt. Damit das klappt, muss bei der Wahl des Pflanztermins darauf geachtet, dass es keine Nachtfröste mehr gibt. Bereits eine Nacht mit Minusgraden kann die Blätter der Pflänzchen abfrieren lassen und so die ganze Ernte gefährden. Oberirdisch bildet die Süßkartoffel dann bis zu 4 m langen Ranken, an denen sich eine Besonderheit befindet: Die wenigen Blüten, die eine Pflanze hat, zeigen sich nur für einen Tag. Sie öffnen sich vor Sonnenaufgang und sind am Ende des Tages bereits verwelkt.

 

Unterirdisch und durch die Dämme geschützt, entstehen die rötlich gefärbten Knollen. Nach einer Wachstumsphase von 90-120 Tagen ist es Zeit für die Ernte. Geerntet werden die Süßkartoffeln so schonend und vorsichtig wie möglich. Kleinste Beschädigungen führen zu unerwünschten und dauerhaft sichtbaren Verletzungen der Knollen.

 

Nach der Ernte steht das sogenannte „Curing“ an. Bei diesem Prozess werden die Süßkartoffeln für mehrere Tage bei über 30°C und einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 90 % gelagert. In dieser Zeit verheilt die Knolle, die Schale wird fest und wird lagerfähig für die kommenden Monate. Ebenfalls wird in dieser Zeit die Süße der Kartoffel bestimmt, denn durch die Wärme wird Stärke zu Zucker umgewandelt. Nach dieser „heißen“ Phase folgt die Lagerung bei 14°C.

 

Die leckeren Süßkartoffeln können einfach in Scheiben gebraten werden, zu Pommes geschnitten und gebacken oder als herzhafte Suppe serviert werden. Guten Appetit!

 

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