• Was passiert denn hier? PFLANZEN

Körnermais

 

Ein wahrer Klimaretter?

Ja, Mais ist ein wahrer Klimaretter. Mit 14 Tonnen CO2 Speicherung pro ha und Jahr kann er mehr Kohlenstoffdioxid binden als die meisten Ackerkulturen und sogar mehr als ein Laubwald!

Mais kann zur Körnerproduktion angebaut werden. Das heißt der Mais wird mit einem Mähdrescher und einem besonderen Vorsatz, dem sogenannten Maispflücker, geerntet. Hierbei werden nur die einzelnen Maiskörner geerntet. Der Rest der Pflanze verbleibt auf dem Acker. Das Stroh bietet dann einen Lebensraum für viele Mikroorganismen und Lebewesen im Boden, wie z.B. Regenwürmer. Aus dem Stroh bildet sich nach und nach Humus, welcher wiederum förderlich für das Pflanzenwachstum, die Wasser- und Nährstoffhaltefähigkeit und die Umwelt ist, denn im Humus (Kohlenstoffverbindungen) wird klimaschädliches CO2 gespeichert.

Die gewonnen Maiskörner können vielfältig genutzt werden:
- als Futter für Kühe, Schweine und Hühner
- als Energiequelle für eine Biogasanlage —> zur Gewinnung von grüner Energie
- als Bestandteil in ökologischen Kraftstoffen
- Verpackungsmaterialien aus Maisstärke —> für Einwegverpackungen, die umweltfreundlich abbaubar sind

Mais bietet hohe Erträge, ist sehr energiereich und bietet vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Er kann aus verhältnismäßig wenig Stickstoff (wichtigster Pflanzengrundnährstoff) hohe Erträge generieren. Außerdem ist er wenig anfällig für Pilzkrankheiten und es gibt nur wenige Insekten und andere Schädlinge die ihm Schaden zu fügen. Dadurch weist er die mit Abstand geringste Pflanzenschutzmittelintensität aller Ackerkulturen auf. Durch seinen Anbau in Reihen ist es möglich, Beikräuter mechanisch mit einer Hacke zu bekämpfen. Außerdem bietet der Mais durch seinen späten Erntetermin Deckung und Nahrung für viele Wildtiere.