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Pommeskartoffeln

 

Das könnten Ihre Pommes sein

Deutschlandweit wurden 2020 auf über 275.000 Hektar Kartoffeln angebaut oder wie wir es gerne formulieren: Auf ungefähr 38.515 Fußballfeldern. Die Kartoffelsorte auf dieser Ackerfläche wird für die Herstellung von Pommes verwendet und wird als Verarbeitungskartoffel bezeichnet. Sie unterscheidet sich von einer Speisekartoffel dadurch, dass sie meistens einen etwas höheren Stärkegehalt von 14-18 % hat und eine längliche Form hat. Die Länge ist wichtig, um schön lange Pommes zu erhalten, die den Kundenwünschen entsprechen. Der Stärkegehalt ist ausschlaggebend für die Backqualität der Pommes. Denn das Ziel sind Pommes, die außen knusprig und goldbraun und innen cremig weich sind.

Zwischen März und Ende April werden die Kartoffeln gepflanzt. Auf 1 m2 werden je nach Sorte, ca. 3,7 sogenannte Mutterknollen in Erddämme abgelegt, aus denen dann bis zu 10 neue Kartoffeln entstehen. Während des Wachstums bindet ein Hektar Kartoffeln ca. bis zu 11 Tonnen CO2 und setzt bis zu 7 Tonnen Sauerstoff frei.

In Fabriken werden die Kartoffeln dann zu Pommes verarbeitet. 2020 waren es ca. 428.000 Tonnen. Ein Teil von ihnen wird dann als Tiefkühlpommes in verschiedenen Supermärkten und Läden angeboten. Jährlich gehen in Deutschland über 150.000 Tonnen Tiefkühlpommes über die Ladentheke. Zudem sind deutsche Pommes auch ein echter Exportschlager. 2018 wurden beispielsweise 264.000 Tonnen Tiefkühlpommes aus deutschen Kartoffeln in andere Länder exportiert. Und was viele nicht wissen: Auch die bekanntesten Schnellrestaurants verwenden die auf deutschen Ackerflächen hergestellten, Pommes. Damit sind ihre Pommes vermutlich viel regionaler als Sie vielleicht dachten!