• Was passiert denn hier? PFLANZEN

Spargel

 

Alle warten auf ihn

Unter der Erde und von außen nicht zu sehen, wächst hier das Edelgemüse, dass bereits 500 v. Chr. schon in China, Persien und Griechenland als Heilpflanze galt.

Spargel benötigt sandigen Boden, da die Wurzeln bei zu feuchtem Boden von Pilzen befallen werden. Vor der Pflanzung wird der Boden tief gelockert, um Stauschichten zu durchbrechen und mit Mist, der Humus im Boden aufgebaut. Dann wird die Spargelpflanze ca. 20 cm unter der Bodenoberfläche abgelegt. Die Nutzung einer Spargelanlage liegt zwischen 7 bis 10 Jahren je nach Qualität des Gemüses.

Im Frühjahr oder zum Teil schon im Herbst wird der Boden gelockert und mit einer speziellen Maschine, der sogenannten Dammfräse, die Spargeldämme hergestellt. Anschließend wird eine Folie auf dem Damm gelegt. Diese hat eine weiße (reflektiert Sonnenstrahlen) und eine schwarze (absorbiert Sonnenstrahlen) Seite, um die Temperaturen im Spargeldamm steuern zu können. Außerdem bleibt der Spargel schneeweiß und das Unkraut wird unterdrückt, wodurch auf Herbizide (Unkrautbekämpfungsmittel) verzichtet werden kann. Um noch früher das leckere Gemüse genießen zu dürfen wird auf manchen Flächen durch Drahtbögen und einer zweiten, durchsichtigen Folie ein Minigewächshaus erzeugt.

Kommt der Spargelkopf aus dem Boden wird die Stange geerntet, auf dem Hof sortiert und frisch an den Kunden verkauft.

Nach der Ernte wird die Folie, die bis zu acht Jahre wieder verwendet werden kann, vom Damm genommen und der Spargel wächst weiter. Jetzt entsteht eine bis zu 2 Meter hohes Kraut, das die Energie für die nächste Ernte in die Wurzel der Pflanze einlagert.

Im Herbst wird das Kraut klein gehäckselt und verbleibt aus Dünger auf dem Acker.