• Was passiert denn hier? PFLANZEN

Energiemais

 

Lass die Kohle man stecken!

Mais wird seit 9.000 Jahren landwirtschaftlich angebaut, aber bei uns in Deutschland taucht er erst seit den 1960er Jahren auf. Zunächst fand er in der Tierfütterung Anklang, doch durch die allseits gewünschte Energiewende wurde er zum neuen Hoffnungsträger. Biogasanlagen erzeugen ohne Erdöl, Erdgas, Kohle oder Atomenergie Strom und fördern die Kreislaufwirtschaft.

 

Mais steigert den Biogasertrag wie keine zweite Futterpflanze und steht damit für eine effiziente Energieerzeugung. Die gesamte Pflanze kann dafür verwendet werden und durch das Vergären in einer Biogasanlage wird aus einem Hektar Strom und Wärme für 5 Haushalte gewonnen. Im Vergleich mit der Stromproduktion aus Kohlekraft entstehen hierbei bis zu 90 % weniger Treibhausgase. Ganz nebenbei bindet ein Hektar Mais den CO2 Ausstoß von ca. 95.000 km Autofahrt und setzt den jährlichen Sauerstoffbedarf für 38 Menschen frei.

 

Und der Mais hat noch ein Ass im Ärmel: Als sogenannte C4-Pflanze kann der Mais bei Trockenheit und Hitze noch wachsen, wenn andere Pflanzen schon aufgeben. Er ist damit sehr wassersparend und gut an den Klimawandel angepasst. Aber den wollen wir ja nicht fördern!

 

Also lassen wir doch besser die Kohle in der Erde stecken und lassen den Mais ran, wenn es darum geht, uns nachhaltig und „grün“ mit Strom und Wärme zu versorgen!