Speisekartoffeln

 

Von unachtsamen Soldaten bewacht?

Ist dir schon aufgefallen, wie vielfältig die Kartoffel ist? Die Verwendungsmöglichkeiten reichen von Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Ofenkartoffeln, Kartoffelpüree, Kartoffelgratin, Rösti, Kartoffelsuppe, Rosmarin-Kartoffeln bis hin zu Kartoffelsalat und so vielem mehr.

 

Damit unsere Kartoffelgerichte immer perfekt gelingen, gibt es dabei drei verschiedenen Kochtypen: mehligkochend, vorwiegend festkochend und festkochend. Das hängt jeweils von den Inhaltsstoffen der jeweiligen Kartoffelsorte ab. Grundsätzlich gilt: Je mehr Stärke eine Kartoffel hat, umso weicher wird sie beim Kochen. Trotz der enthaltenden Kohlenhydrate gilt die Kartoffel als kalorienarm, da sie zu 80 % aus Wasser besteht. Außerdem enthält sie Kalium, Magnesium und Eisen sowie die Vitamine B1, B2 und Vitamin C.

 

Ursprünglich stammt die Kartoffel aus den Anden in Südamerika und ist ein tolles Beispiel für eine erfolgreiche Integration, auch wenn ihr Start in Europa etwas holprig war. Im 16. Jahrhundert brachten die Spanier die Kartoffel mit nach Hause, wo sie aufgrund der schönen Blüte zunächst als Zierpflanze eingestuft wurde. Nur der „Alte Fritz“ (Friedrich II. von Preußen) erkannte das Potential der Knolle als hochwertiges Nahrungsmittel und verhalf der Kartoffel durch einen Trick zu Ruhm und Anerkennung: 1740 ließ er Kartoffelfelder in Berlin anlegen und stellte Soldaten ab, um die Felder zu „bewachen“. Die Soldaten hatten aber den Auftrag, bei Diebstahl gekonnt wegzuschauen... Die Bauern machte das allerdings so neugierig, dass sie sich Knollen dieser scheinbar sehr wertvollen Pflanze klauten, um sie selbst anzubauen. Die Menschen lernten schnell die Vorzüge der Kartoffel kennen und so wurde sie bei uns zum Star. Nicht umsonst ist die Kartoffel das beliebteste Gemüse Europas!

 

Übrigens: Der „Star“ unter dem Gemüse hat richtig hohe Ansprüche: Sind Wasser- und Nährstoffversorgung mal nicht optimal oder befallen Kartoffelkäfer, Kraut- und Knollenfäule und Co. die Pflanze, so hat das direkt unansehnliche, unverkäufliche Knollen zur Folge. Eine wahre Diva, die Kartoffel, aber trotzdem lieben wir sie!

 

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