Sauenhaltung

 

Was ist das denn für ein Saustall hier?

In diesem Betrieb werden Schweine gezüchtet. Schweinehaltung hat hierzulande eine lange Tradition. Bereits seit 9.000 Jahren halten Menschen Hausschweine für die Fleischproduktion. Schweine gehören damit zu den am frühesten domestizierten Haustieren der Menschheitsgeschichte. Auch heute noch ist Schweinefleisch eine der am häufigsten verzehrten Fleischsorten in Europa.

 

Im Alter von acht Monaten werden die Sauen erstmals zur Zucht eingesetzt. Hier hat sich die künstliche Befruchtung durchgesetzt, da sie die Infektions- und Verletzungsgefahr der Muttertiere deutlich mindert. Eine Trächtigkeit dauert im Schnitt drei Monate, drei Wochen und drei Tage. Kurz vor der Geburt kommen die Sauen in einen speziellen Abferkelstall. Dort sorgen Wärmelampen und Fußbodenheizung dafür, dass es die neugeborenen Ferkel warm haben. Ein Muttertier wirft etwa zwei- bis dreimal im Jahr und bringt pro Wurf zwischen 12 und 15 Ferkeln zur Welt.

 

Im Abferkelstall verbringen die Ferkel ihre erste Lebenszeit bei ihren Müttern. Hier werden sie mehrmals täglich gesäugt und von den Muttertieren aufgezogen. Im Alter von drei bis vier Wochen werden die Ferkel von ihren Müttern getrennt und in der separaten Ferkelaufzucht zusammen großgezogen. Die Muttertiere werden nach einer Erholungspause erneut befruchtet.

Artgerechte Tierhaltung ist ein wichtiger Bestandteil der modernen Landwirtschaft. Artgerecht gehaltene Tiere sind gesünder und produktiver und damit auch kosteneffizienter. Deshalb sind wir dabei, die Haltungsbedingungen stetig zu verbessern und der sprichwörtliche „Saustall“ hat ausgedient.

 

Übrigens:

Wusstet ihr schon, dass Schweine nicht schwitzen können? Sie können nicht schwitzen, weil sie keine Schweißdrüsen besitzen. Zur Regulierung ihres Wärmehaushalts nutzen sie Suhlen (Schlammbäder) oder hecheln wie Hunde, um sich abzukühlen. Und in den modernen Ställen übernehmen Kühlungen zusätzlich die Temperaturregulierung.

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